Profil von Dietrich Hüttig
Die schön und solide gestalteten Wohn- und Werkstattgebäude lassen auf den ersten Blick erkennen, dass hier ein Holzhandwerker wirkt, der sein Fach versteht. Dietrich Hüttig hat während der letzten zehn Jahre seine ganze Arbeitskraft in den erfolgreichen Aufbau des Betriebes gesteckt, unterstützt von Ehefrau Andrea (Jahrgang 1960), seinem Vater, Zimmermeister Gerhardt Hüttig (Jahrgang 1929), sowie der gesamten Familie.
Dietrich Hüttig, geboren am 16. Mai 1957, konnte seine Tischlerlehre in den Möbelwerken Eisenberg 1976 dank sehr guter Leistungen vorzeitig beenden. Mit 22 Jahren leitete er bereits als Meister eine große Montageabteilung. Ab 1982 absolvierte er ein Fernstudium an der TU Dresden, danach arbeitete der Diplom-Ingenieur für Möbel und Bauelemente in der Entwicklungsabteilung des Betriebes.
Mehrere Versuche, sich selbständig zu machen, scheiterten am Wiederstand der Behörden. Am 1.März 1990 konnte er schließlich seinen Betrieb eröffnen, zunächst allein in einer kleinen Werkstatt am Haus. In der Folgezeit wurde die Möbeltischlerei kontinuierlich erweitert. 1992 / 1993 entstanden neue Werkstattgebäude in traditioneller Fachwerkbauweise, ein moderner Maschinenpark wurde angeschafft.
Zunächst vor allem beim Ladenbau tätig, übernahm der Betrieb zunehmend auch Aufträge im Innenausbau. So tragen das Jenaer Museum "Romantikerhaus", die Autobahnraststätte Teufelstal-Süd, weitere Lokale und Läden die Handschrift der Firma.
Mit seinem Neffen, Lars Hüttig (Jahrgang 1972), wurde die Belegschaft durch einen Zimmermeister verstärkt und ist nun auch im Fachwerkbau, beim Bau von Dachstühlen, Balkonanlagen, Carports usw. tätig. Dank ihrer Vielseitigkeit und des hohen handwerklichen Niveaus aller Mitarbeiter ist man das ganze Jahr über gut ausgelastet.
Da die Kundenberatung oft in den Abendstunden erfolgt, ist Dietrich Hüttigs Freizeit sehr knapp bemessen. Zu seinen Interessen gehört die Geschichte. Er sammelt Waffen aus der Zeit der Befreiungskriege und verfolgt die Geschichte der Hüttigs, die als tüchtige Bauhandwerker und Landwirte bereits seit dem 17. Jahrhundert in Thalbürgel ansässig sind.
(Quelle: PROFILE aus dem Saale-Holzlandkreis)